Hundeausstellungen

Gerade für Züchter einer FCI anerkannten Hunderasse ist es wichtig, die Hunde, die später einmal in die Zucht gehen sollen auf so genannten Ausstellungen zu präsentieren. Warum ? Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen haben gute Züchter eines Rassehundes das Zuchtziel die jeweilige Rasse so nah wie möglich am FCI Rassestandart zu züchten. Um also herauszufinden, ob die eigene Nachzucht mit nationaler oder internationaler Konkurrenz mithalten kann, wird diese auf Hundeausstellungen vorgeführt. Zum anderen hat man auf Ausstellungen die Möglichkeit sich mit einigen anderen Züchtern direkt in Verbindung zu setzen, oder auch potenzielle Deckrüden in live zu erleben. Daher wird man auf Hundeausstellungen natürlich Züchter, Deckrüden Besitzer, aber auch Liebhaber der Rasse antreffen und kann sich dort direkt mit ihnen unterhalten und sich einen ersten Eindruck der verschiedenen Vertreter der jeweiligen Hunderasse  machen.

 

 

Auf einer Ausstellung werden die Hunde nach Rüde und Hündinnen getrennt in verschiedenen Klassen gerichtet. Die einzelnen Klassen unterscheiden nach Alter und Qualifikation des Hundes.

  • Jüngstenklasse:

Hunde, die mindestens 6 Monate bis maximal 9 Monate alt sind.

  • Jugendklasse:

 Hunde, die am Tag der Zuchtschau mindesten 9 Monate und einen Tag und maximal 18 Monate alt sind.

  • Zwischenklasse:

 Hunde, die am Tag der Zuchtschau mindesten 15 Monate und einen Tag und maximal 24 Monate alt sind.

  • Championklasse:

 Hunde, die am Tag der Zuchtschau mindestens 15 Monate alt sind und bis zum Meldeschluss einen       qualifizierenden Titel nachweisen können. Solche Titel sind Nationale Championate, aber auch Einzeltitel in den jeweiligen Ländern (in Deutschland: Bundessieger oder VDH-Europasieger).

  • Ehrenklasse:

Hunde, denen bis zum offiziellen Meldeschluss von der FCI der Titel "Internationaler Schönheitschampion" zuerkannt wurde.

  • Gebrauchshundeklasse:

Hunde, die eine vom zuständigen Rassehundezuchtverein vorgegebene Arbeitsprüfung erfolgreich abgelegt haben und mind. 15 Monate alt sind.

  • Offene Klasse:

Hunde, die am Tag der Zuchtschau mindestens 15 Monate alt sind und in der Champion-, Gebrauchshunde- oder Ehrenklasse nicht startberechtigt sind.

Neben der schriftlichen Bewertung des Richters gibt es noch die Formwertnote sowie Anwartschaften.

Best Note ist die Bewertung V1 (Vorzüglich 1. Platz) Platziert wird immer vom 1. – 4. Platz.

In der Jüngstenklasse:

Vielversprechend (vv)

versprechend (vsp oder v)

wenig versprechend (wv)

ab Jugendklasse:

 

vorzüglich (V)

"Vorzüglich" darf nur einem Hunde zuerkannt werden, der dem Idealstandard der Rasse sehr nahe kommt, in ausgezeichneter Verfassung vorgeführt wird, ein harmonisches, ausgeglichenes Wesen ausstrahlt, "Klasse" und eine hervorragende Haltung hat. Seine überlegenen Eigenschaften seiner Rasse gegenüber werden kleine Unvollkommenheiten vergessen machen, aber er wird die typischen Merkmale seines Geschlechts besitzen.

sehr gut (SG)

"Sehr gut" wird nur einem Hund zuerkannt, der die typischen Merkmale seiner Rasse besitzt, von ausgeglichenen Proportionen und in guter Verfassung ist. Man wird ihm einige verzeihliche Fehler nachsehen, jedoch keine morphologischen. Dieses Prädikat kann nur einem Klassehund verliehen werden.

gut (G)

"Gut" ist einem Hund zu erteilen, welcher die Hauptmerkmale seiner Rasse besitzt, aber Fehler aufweist, unter der Bedingung, dass diese nicht verborgen werden.

genügend (ggd)

"Genügend" erhält ein Hund, der seinem Rasse Typ genügend entspricht, ohne dessen allgemein bekannte Eigenschaften zu besitzen bzw. dessen körperliche Verfassung zu wünschen übrig lässt

nicht genügend (nggd)

"Nicht genügend" erhält ein Hund, der nicht dem durch den Standard vorgeschriebenen Typ entspricht, ein eindeutig nicht standardgemäßes Verhalten zeigt, mit einem Hodenfehler behaftet ist, einen erheblichen Zahnfehler oder eine Kieferanomalie aufweist, einen Farb- und/oder Haarfehler hat oder eindeutig Zeichen von Albinismus erkennen lässt. Dieser Formwert ist ferner dem Hund zuzuerkennen, der seinem Rassemerkmal so wenig entspricht, dass die Gesundheit des Hundes beeinträchtigt ist. Mit diesem Formwert muss auch ein Hund bewertet werden, der nach dem geltenden Standard einen schweren bzw. disqualifizierenden Fehler hat.

Disqualifiziert (Disq)

Ohne Bewertung ("Disqualifiziert") darf nur der Hund aus dem Ring entlassen werden, dessen Gangwerk, Gebäude, Gebiss, Haarkleid, Hoden, Rute usw. nicht durch den Zuchtrichter kontrolliert werden kann oder wenn sich am vorgeführten Hund Spuren von Eingriffen oder Behandlungen feststellen lassen, die einen Täuschungsversuch wahrscheinlich machen. Dasselbe gilt, wenn der Zuchtrichter feststellt, dass ein operativer Eingriff am Hund vorgenommen wurde (z.B. Lid-, Ohr-, Rutenkorrektur), der über die ursprüngliche Beschaffenheit hinwegtäuscht. Der Grund für die Beurteilung "ohne Bewertung" ist im Richterbericht anzugeben.

 

 

Fachbegriffe und Abkürzungen die auf Ausstellungen verwendet werden:

 

CAC

Anwartschaft auf den nationalen Titel "Deutscher Champion (VDH)" und/oder „Deutschen Champion Club“

CACIB

Anwartschaft auf den Titel "Internationaler Schönheitschampion"

BOB

Best of Breed - Bester Hund der Rasse (Es kann nur einen geben - Rüde oder Hündin). Die Auswahl fällt im Vergleich der Erstplatzierten Hunde aus den einzelnen Klassen.

         

BOS

Best opposite sex - der beste Hund des anderen Geschlechts (wenn der BOB-Hund eine Hündin ist, ist der BOS-Hund der beste Rüde).

BIG

Best in Group - Bester Hund aus seiner Gruppe (FCI - Einteilung). Die Auswahl findet aus den BOB-Hunden der jeweiligen Gruppe statt.

BIS

Best in Show - Bester Hund der Ausstellung. Die Auswahl findet aus den BIG-Hunden, bzw. bei mehrtägigen Schauen zwischen den Tagessiegern statt.

Quelle: VDH Zuchtschau Ordnung
 

 

Die Vergabe Bestimmungen für den Deutschen Jugend-Champion PPCD, den Deutschen Champion PPCD und den Deutschen Veteranen Champion PPCD finden sie hier: Vergabe PPCD Club Champion

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